Veröffentlicht am: 03.07.2025
Förderung wissenschaftlicher Exzellenz als Schlüssel zur kardiovaskulären Risikoprävention
München/Mannheim, 26. Juni 2025 – Mit der Verleihung des DGK-Forschungspreises für klinische Lipidforschung 2025 würdigt die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zusammen mit Daiichi Sankyo herausragende wissenschaftliche Arbeiten, die das Verständnis von Fettstoffwechselstörungen und deren klinischer Bedeutung maßgeblich erweitert haben. Im Fokus steht dabei die Hypercholesterinämie – oft still verlaufend, aber eng verknüpft mit dem Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Dass ein stärkeres Bewusstsein für diese Zusammenhänge notwendig ist, zeigen nicht nur Versorgungsdaten, sondern auch aktuelle gesundheitskommunikative Initiativen wie der „Tag des Cholesterins“. Gemeinsam machen sie deutlich: Ein effektives Lipidmanagement ist essenziell, um kardiovaskulären Erkrankungen vorzubeugen – doch es beginnt mit Forschung, die Versorgungslücken sichtbar macht und neue Ansätze entwickelt.
Bereits im fünften Jahr unterstützt Daiichi Sankyo Deutschland deshalb die Auszeichnung unabhängiger Lipidforschung. Insgesamt 25.000 Euro fließen jährlich in den mit 15.000 Euro dotierten Hauptpreis sowie in zehn Abstract-Auszeichnungen – als Beitrag zur Förderung evidenzbasierter Prävention und zur Stärkung der kardiovaskulären Versorgung in Deutschland.
Spitzenforschung in der klinischen Lipidmedizin gewürdigt
Mit dem DGK-Forschungspreis 2025 wurde Prof. Dr. Arnold von Eckardstein von der Universität Zürich ausgezeichnet – ein Wissenschaftler, der die moderne Lipidmedizin über Jahrzehnte hinweg maßgeblich geprägt hat. Prof. Dr. Nikolaus Marx, Kuratoriumsmitglied der DGK und Direktor der Medizinischen Klinik am Universitätsklinikum Aachen, würdigte die herausragende wissenschaftliche Lebensleistung des Preisträgers: Über Jahrzehnte hinweg habe Prof. von Eckardstein durch seine Forschung das Wissen um Funktion, Stoffwechsel und klinische Bedeutung von Lipoproteinen entscheidend erweitert. Seine Arbeiten hätten das wissenschaftliche Verständnis von Lipiden als Risikofaktoren und Biomarkern bei kardiovaskulären und metabolischen Erkrankungen nachhaltig geprägt. Auch über seine eigene Forschung hinaus engagiert sich Prof. von Eckardstein für die internationale wissenschaftliche Weiterentwicklung: Als Editor-in-Chief der renommierten Fachzeitschrift Atherosclerosis habe er, so Prof. Marx, „durch persönlichen Einsatz und wissenschaftliche Expertise die Qualität und Relevanz der internationalen Atheroskleroseforschung nachhaltig gestärkt.“
Lipidforschung: Schlüssel zur kardiovaskulären Prävention
In den Abstract-Kategorien überzeugten unter anderem zwei Beiträge, die klinische Herausforderungen im Lipidmanagement adressieren:
Familiäre Hypercholesterinämie oft unerkannt
Eine Analyse aus der Hamburg City Health Study (HCHS) zeigt: Nur 2,3 % der Erwachsenen mit stark erhöhtem LDL-C-Wert (≥190 mg/dl) tragen eine genetische Mutation, gleichzeitig weisen viele Mutationsträger keine typischen Cholesterinwerte auf.1 Die Ergebnisse legen dar, dass allein über die LDL-C-Konzentration eine zuverlässige Identifikation genetischer Risikopersonen nicht möglich ist – und stärken damit den Stellenwert genetischer Diagnostik.
Weitverbreitete Selbstmedikation bei Statinintoleranz
In einer multizentrischen Beobachtungsstudie berichtete fast jede:r zweite Patient:in mit Statinintoleranz, sich selbst mit Nahrungsergänzungsmitteln wie Omega-3-Fettsäuren oder Knoblauch zu therapieren – oft beeinflusst durch Medien oder soziale Kontakte.2 Ein Effekt auf die LDL-C-Werte ließ sich nicht nachweisen. Die Autor:innen fordern stärkere ärztliche Aufklärung und eine bessere Einbindung in evidenzbasierte Therapiekonzepte.
Forschung und Praxis zusammenbringen
Die ausgezeichneten Arbeiten verdeutlichen exemplarisch, wie wichtig eine differenzierte Diagnostik und patientenzentrierte Versorgung bei Fettstoffwechselstörungen sind. Vor diesem Hintergrund bestärkt Daiichi Sankyo Deutschland nicht nur die wissenschaftliche Grundlagenarbeit, sondern fördert auch deren Übertragung in die Versorgungspraxis.
In der medikamentösen Therapie setzt das Unternehmen ebenfalls Impulse: Denn viele Patientengruppen mit hohem oder sehr hohem kardiovaskulärem Risiko erreichen ihre LDL-C-Zielwerte trotz bestehender Behandlung nicht. Der orale ATP-Citrat-Lyase (ACL)-Inhibitor Bempedoinsäure kann mit seinem innovativen Wirkmechanismus als Add-on zusätzlich zu Statin und Ezetimib dazu beitragen, LDL-C-Zielwerte zu erreichen und kardiovaskuläre Ereignisse zu reduzieren.3-6
Nationale Herz-Allianz – Für eine gezieltere Prävention
Als Fördermitglied der Nationalen Herz-Allianz engagiert sich Daiichi Sankyo Deutschland darüber hinaus gemeinsam mit medizinischen Fachgesellschaften, Patientenorganisationen und weiteren Partnern dafür, Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch frühzeitige Prävention, gezielte Aufklärung und moderne Versorgungskonzepte nachhaltig zu senken. Ein Fokus liegt dabei auf der Früherkennung familiärer Hypercholesterinämie: Mit der Finanzierung des Vroni-Registers ermöglicht die Nationale Herz-Allianz ein Lipidscreening im Kindesalter. Ziel ist es, familiäre Hypercholesterinämie möglichst früh zu diagnostizieren und Folgeerkrankungen zu verhindern. Durch die Förderung unabhängiger Forschung im Bereich Lipidmanagement und der Unterstützung innovativer Behandlungsansätze trägt das Unternehmen dazu bei, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die klinische Praxis zu überführen und so die Versorgung von Patientengruppen mit kardiovaskulären Erkrankungen kontinuierlich zu verbessern – heute und in Zukunft. Dazu gehört auch der Ausbau modernster Entwicklungs- und Produktionsstandorte nach höchsten internationalen Standards.
Innovationsförderung vor der eigenen Haustür: Daiichi Sankyo baut Standort Pfaffenhofen aus
Mit dem entsprechenden Weitblick und Investitionen in Höhe von ca. einer Milliarde Euro wird Daiichi Sankyo seinen Produktions- und Entwicklungsstandort in Pfaffenhofen an der Ilm, nördlich von München, zu einem internationalen Innovationszentrum ausbauen. Dabei entstehen bis 2030 mindestens 350 neue Arbeitsplätze, darunter zahlreiche Stellen für internationale Spitzenforschende, Prozessingenieur:innen und weitere spezialisierte Fachkräfte für Steril- und Biotechnologie. Neben zusätzlichen Produktionskapazitäten im Bereich der Herzkreislauf-Erkrankungen, werden neue Labore, insbesondere für die Antikörper-Wirkstoff-Konjugat-Technologie (Antibody Drug Conjugates, kurz
ADC), entstehen. Damit sollen künftig in Pfaffenhofen neuartige Krebstherapien gegen u.a. Brust-, Lungen- und Magenkrebs entwickelt und hergestellt werden.
Daiichi Sankyo ist ein innovatives globales Gesundheitsunternehmen, das zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft beiträgt. Das Unternehmen erforscht, entwickelt und liefert neue Standards in der Gesundheitsversorgung, um die Lebensqualität der Menschen weltweit zu verbessern. Mit mehr als 120 Jahren Erfahrung nutzt Daiichi Sankyo seine erstklassige Forschung und Technologie, um neue Behandlungsmethoden und innovative Medikamente für Menschen mit Krebs, Herz-Kreislauf- und anderen Erkrankungen zu entwickeln, für die es bisher nur unzureichende oder keine Behandlungsmöglichkeiten gibt.
Weitere Informationen zum Unternehmen erhalten Sie unter www.daiichi-sankyo.de .
DGK-Forschungspreis für klinische Lipidfoschung 2025 (©DGK/Thomas Hauss)
Preisträger des DGK-Abstractpreises für klinische Lipidforschung 2025 (©DGK/Thomas Hauss)
Univ.-Prof. Dr. med. Nikolaus Marx, Direktor der Medizinischen Klinik I - Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin, Universitätsklinikum Aachen – Zitatgeber des Statements zum Preisträger Prof. Dr. med. Arnold von Eckardstein (©Universitätsklinikum Aachen)
Magdalena Baumann
Daiichi Sankyo Deutschland
Manager Communication & PR
Phone: +49 621 401712-987
Mail: presse.daiichi-sankyo@isgro.de
Referenzen
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